Content Marketing

Angesichts der jüngsten Umwälzungen in der Online-Welt, die durch die Panda- und Pinguin-Updates von Google verursacht wurden, ist es schwierig, an einem bestimmten Tag zu wissen, welche Strategie der Suchmaschinenoptimierung (SEO) funktioniert und welche nicht. Aber es gibt eine Strategie, die immer noch eindeutig "von Google genehmigt" ist und wahrscheinlich immer sein wird: Content-Marketing.

7 Arten und Aufgaben von Content

/ content-marketing

Viele SEO-Probleme entstehen durch ein simples Missverständnis: Eine Webseite soll eine Aufgabe erfüllen, für die sie gar nicht gemacht wurde.

Das sieht in der Praxis oft so aus:

  • Ein Blogbeitrag soll plötzlich Kunden gewinnen.

  • Eine Produktseite soll Anfängern grundlegendes Wissen vermitteln.

  • Eine Landingpage soll für einen Suchbegriff auffindbar sein, Kontaktdaten sammeln und das komplette Produkt erklären.

Das Ergebnis: Die Seite macht vier Aufgaben mittelmäßig, statt eine Sache richtig gut.

Jede Art von Inhalt passt zu einem bestimmten Moment der Nutzer:

  • Eine Frage stellen

  • Optionen bewerten

  • Eine Entscheidung treffen

  • Eine Handlung ausführen

Wenn Du diesen Moment vor dem Schreiben genau festlegst, passiert Folgendes:

  • Das Briefing wird kürzer.

  • Sinnvolle Verlinkungen ergeben sich von selbst.

  • Du sparst Diskussionen darüber, ob eine Seite „erfolgreich“ war – weil vorher klar ist, was ihr Ziel war.

Durch KI-Suchmaschinen ist das noch wichtiger geworden. Eine KI wählt immer die Seite aus, die am genauesten zur Absicht der Suchanfrage passt. Eine Seite, die versucht, alles auf einmal zu sein, verliert hier fast immer.

Ich habe die sieben häufigsten Inhaltstypen zusammengefasst, wofür sie da sind und wie sie am besten funktionieren.

  1. Blogpost und Guides / Ratgeber (Beantworte eine Frage / bringe Lesern etwas bei): Beantworte eine Frage in den ersten 100 Wörtern und nimm Dir erst danach Zeit die Funktion dahinter spezifisch zu erklären. Nutze die aktuellen Suchanfragen Deiner Nutzer als Struktur für Deine Unter-Überschriften.

  2. Produkt und Service-Seiten (Hilf jemanden darüber zu informieren was Du verkaufst) Platziere Preise, technische Daten und für wen sie geeignet sind direkt auf Seite. Evaluierungsdetails wandern hierbei in die KI-Antworten; während klassische Werbetexte von der AI-Suche übersprungen werden.

  3. Vergleichsseiten (Hilf Nutzern eine Auswahl zwischen verschiedenen Optionen zu treffen) Baue Dir und Deinen Nutzern eine Tabelle auf Basis der Kriterien die Käufer eines Produktes / Dienstleistung in Betracht ziehen würden, benenne die Alternativen die es gibt und sei ehrlich dabei wenn Dein eigenes Produkt oder Service im Vergl. Schwächen gegenüber Wettbewerbern zeigt.

  4. Landingpages Eine Aktion pro Landingpage, verkürze die Navigation (sofern mgl.), kürze die Sekundärlinks und platziere Formularfelder so, dass der Nutzer gar nicht erst scrollen muß. Landingpages sind Fokusseite und darauf ausgelegt, dass der Nutzer eine spezifische Aktion für ein spezifischen Term ausführen soll. Gerne angewandt in Kombination mit Google Ads.

  5. Pillar-Seiten / Verteilerseiten und Content-Cluster Die Verlinkung zwischen Pillar-Seiten (Hauptthemen) und Unterseiten (Detailthemen), auch bekannt als Topic-Cluster-Modell, gehört zu den wirkungsvollsten Strukturprinzipien im modernen SEO. Dies sorgt für thematische Relevanz zu einem Thema und stärkt den Link-Flow innerhalb der Seite. Ein unverlinktes Unterthema, bzw. eine Unterseite die nirgendwohin zeigt läuft Gefahr überhaupt nicht indexiert zu werden.

  6. Bilder und Infografiken Verwende beschreibende Dateinamen, wirkliche ALT-Bildbeschreibungen dessen was zu sehen ist und bette snippets ein die zurückverlinken. Diagramme / Charts mit eigenen Daten ziehen die meisten externen Links.

  7. Videos Zeige die wichtigsten Themen die Dein Video behandelt innerhalb der ersten 30 Sekunden und uploade ein Transskript womit Du sicher stellst dass Deine Videoseite Text enthält der es wert ist indexiert zu werden.

Wichtig: Dein Content sollte Ziele haben

Es mag wie ein abgedroschens Mantra klingen, aber Dein Content-Marketing sollte klare Ziele adressieren. Stelle Dir einfach eine Seite vor mit tausenden Klicks pro Tag und in der Analyse der Unterseiten Deines Blogs stellst Du dann fest, dass diese Seiten zwar von Nutzern besucht werden, die diese durchscrollen und tatsächlich lesen, doch danach sind sie wieder weg. Deswegen ist strukturelle Tiefe Deiner Inhalte so wichtig, denn Du solltest Angebote schaffen, die Deine Besucher dazu anregen zu klicken. Entweder um noch tiefer in ein Thema einzusteigen oder um auf thematisch ähnliche Beiträge zu wechseln. Dein Job ist nicht damit erledigt Content zu produzieren um Sichtbarkeit zu generieren. Dein Job ist erst dann erledigt, wenn der Nutzer ein Ziel erfüllt, was Du zuvor für Dich definiert hast. Das kann der Klick auf einen weiterführenden Link sein oder das ausfüllen eines Formulars.

Vorheriger Beitrag